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Inhalt
1.
Einleitung
2.
Die Sprengstoff- und Munitionsfabriken
3.
Die ausländischen ZwangsarbeiterInnen und ihre Deportation
4.
Die Unterbringung in Lagern
5.
Der Arbeitseinsatz und das Leben der ZwangsarbeiterInnen
6.
Das Kriegsende
7.
Nachwort
8.
Verwendete Literatur
9.
Quellenangaben
1.
Einleitung
Unfassbar
erscheinen die Verbrechen, die in der Zeit der faschistischen Herrschaft
begangen wurden. In der Tat aber geschahen sie nicht nur als furchtbare
Einzelhandlungen, sozusagen ausnahmsweise, sondern alltäglich, und zwar nicht
allein im fernen Polen und Rußland, sondern in Deutschland selbst, überall,
von Wien bis Flensburg, direkt vor den Augen der Bevölkerung.
Seit
1987 beschäftige ich mich intensiv mit der Geschichte von Geretsried, wobei
meine Aufmerksamkeit besonders den Jahren 1938 bis 1945 gilt. Grund hierfür ist
die Tatsache, dass vor noch gar nicht langer Zeit nur sehr wenig über die
Geretsrieder Rüstungsbetriebe und über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der
dort beschäftigten Menschen bekannt war.
Um
diese Zeit etwas aufzuhellen, stellte ich umfangreiche Recherchen an. Besuche in
verschiedenen Archiven gehörten genauso dazu, wie Gespräche mit Zeitzeugen,
die Durchsicht von Dokumenten und das Beschäftigen mit Fachliteratur. Einen
besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle dem Geretsrieder Stadtarchiv
aussprechen, das mir wertvolle Fotografien und Unterlagen zur Verfügung
stellte.
Nahezu
zehn Millionen Menschen aus fast allen Staaten Europas wurden während des
zweiten Weltkrieges zum Arbeitseinsatz nach Deutschland verschleppt. Die
Geschichte und das Schicksal dieser damals so genannten "Fremdarbeiter"
ist heute das bislang am wenigsten erforschte Massenphänomen in der Geschichte
des Zweiten Weltkrieges. Mit meinem Vortrag möchte ich unter anderem versuchen,
den Verlauf der Deportation und den Alltag dieser Menschen in der Rüstungsindustrie
in Geretsried zu skizzieren. Ein vollständiges Bild wiederzugeben ist unmöglich.
Ich möchte lediglich einen kleinen Einblick geben, in ein Kapitel der
Stadtgeschichte, das bisher fast immer ausgeklammert wurde.
Grundlage
für das Entstehen der heute über 20 000 Einwohner zählenden Stadt Geretsried
waren zwei während des Krieges im Wolfratshauser Forst angelegte
Munitionsfabriken. Bis zum Jahr 1937 war Geretsried eine Einöde, damals mit 18
Einwohnern. Dann entstanden in den Vorkriegs- und Kriegsjahren in den nahen Wäldern
zwei große Rüstungsbetriebe. Tausende von Arbeitskräften wurden in neu
errichteten Wohnsiedlungen und Arbeiterlagern untergebracht. Nach dem Krieg
dienten leer stehende Baracken und Produktionshallen (Bunker) als erste
Voraussetzung dafür, dass sich hier Heimatvertriebene ansiedeln konnten.
2.
Die Sprengstoff- und Munitionsfabriken
Angefangen
hatte alles mit der Machtübernahme von Adolf Hitler am 30. Januar 1933. Bald
veränderte dieses Ereignis auch die politischen Verhältnisse im Landkreis
Wolfratshausen. Im Jahr 1936 wurde Heinrich Jost aus Waging Bürgermeister und
NSDAP-Ortsgruppenleiter von Wolfratshausen. Energisch setzte er sich für die
Verbesserung des örtlichen Wirtschaftslebens ein. Bei einer parteipolitischen
Besprechung mit Jost sprach der Gauleiter des Bereichs München/Oberbayern,
Adolf Wagner, von einer Garnison, einem Pionier-Batallion, das an der Loisach
oder Isar angesiedelt werden könnte. Da die Bevölkerung von Wolfratshausen
auswärts Beschäftigung suchen musste, wie in Baierbrunn, Grünwald, Pullach
und München, rückte die Ansiedlung neuer Industriezweige immer mehr ins
Vorfeld.
Im
September 1936, dem selben Jahr, stellte Hitler in seinem Vierjahresplan
folgende Aufgabe: 1. Die deutsche Armee muss in 4 Jahren einsatzfähig sein! 2.
Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein! Im Zuge dieser
Kriegsvorbereitungen bedeutet das auch einen weiteren Ausbau der Rüstungsproduktion.
Bei
der Auswahl neuer Standorte von Sprengstoff- und Munitionsfabriken waren gut
bewaldete Gegenden mit günstiger Verkehrsanbindung, die nicht unmittelbar in
der Nähe einer Großstadt lagen und ein Reservoir an Arbeitskräften im
strukturschwachen Raum hatten, vorrangig. Der nahe Farchenwald im Wolfratshauser
Forst bot für solch ein Bauvorhaben beste Voraussetzungen. Es dauerte nicht
lange, da zeigte die Reichsregierung an diesem Waldgebiet Interesse und bald
wurde mit umfangreichen Maßnahmen der Geländeerschließung begonnen.
Vermessungen wurden durchgeführt und ein lückenloser Zaun mit Tag und Nacht
bewachten Toren wurde gezogen. Für das Bauvorhaben benötigte Grundstücke mussten
die Besitzer unter massiven Druck der NS-Führung verkaufen, da sonst kurzerhand
die Enteignung eingeleitet worden wäre. Innerhalb der Bevölkerung hörte man
von einer "Schokoladenfabrik" die dort zwischen Wolfratshausen und Königsdorf
entstehen sollte. Von einer Munitionsfabrik durfte kein Mensch reden.
1938
begann man also mit dem Bau des "Werk Geretsried" der Deutschen
Sprengchemie GmbH (DSC) südöstlich der Einöde Geretsried. Noch im selben
Jahr folgte dann die Errichtung der Fabrik Wolfratshausen der GmbH zur
Verwertung chemischer Erzeugnisse (Verwertchemie) nördlich der DSC.
Es handelte sich hierbei um eine 100%ige Tochter der Dynamit
Actien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co (DAG). Die DAG war
wiederum zu 61% im Besitz der IG Farben. In beiden Fällen vergab der
Finanzier, die 100% reichseigene Montan-Industriewerke GmbH (Montan), den
Bauauftrag. Auftraggeber der Montan war wiederum das Oberkommando des
Heeres. Für die Planung und Errichtung der Werke waren die Bauabteilungen
der DAG und DSC zuständig, die Arbeiten führten jedoch
Privatfirmen aus. Nach der Fertigstellung übergab die DAG die
Fabrikanlagen der Montan, die sie dann an die Verwertchemie
verpachtete. Die DSC pachtete das von ihr erbaute Werk ebenfalls. Diese
Verfahrensweise war bei der Schaffung neuer Rüstungsbetriebe in Deutschland
fast überall gleich.
So
entstanden also innerhalb von 2 Jahren auf einer Fläche von mehr als 700 ha über
550 Gebäude, Bunker massivster Bauart. Mit Buschwerk und grüner Farbe wurden
die Anlagen, welche teilweise auch unterirdisch angelegt waren, getarnt. Über
70 km Betonstraßen und 15 km Gleisanlagen durchzogen die beiden Werke. Mit
einem Kostenaufwand von etwa 200 Millionen Reichsmark entstand, von der möglichen
Produktionskapazität her, eine der größten Sprengstoff- und Munitionswerkstätten
des Deutschen Reiches.
Bereits
im Frühsommer 1940 konnten einzelne Produktionszweige der Fabrikanlagen die
Arbeit aufnehmen. Ein Jahr später, am 1. April 1941, waren die Baumaßnahmen
soweit fortgeschritten, so dass in der DSC und wahrscheinlich auch in der
DAG die Fertigung in vollem Umfang anlaufen konnte.
Die
Fabrik Wolfratshausen, also die DAG, war speziell für die
Nitropenta-Herstellung, einem hochbrisanten Sprengstoff, gebaut worden. Daneben
gab es weitere Produktionsbereiche von Sprengstoffen, wie PH-Salz, Bleiazid,
Tetrazen und Bleitrinitroresorzinat. Es war auch beabsichtigt, den Sprengstoff
Trinitrophenol in Geretsried herzustellen. Die dafür notwendigen
Produktionsanlagen wurden im Rohbau fertig gestellt; mit dem Innenausbau wurde
aber nur vereinzelt begonnen und so gingen diese Anlagen dann auch nicht in
Betrieb.
Der
hier hergestellte Sprengstoff wurde an verschiedene weiterverarbeitende Fabriken
geliefert oder im Werk selbst verarbeitet.
Das
Werk Geretsried der Deutschen Sprengchemie war hingegen nur mit der
Fertigung von Munition beschäftigt.
Rund
2700 Menschen zählte die Belegschaft der DAG im Jahr 1944, in der DSC
ca. 1500. Sie setzte sich Anfangs hauptsächlich aus dienstverpflichteten und
freiwilligen deutschen Arbeitskräften zusammen. Aber schon zu Beginn des
Krieges waren auch Arbeitskräfte mit anderer Staatsangehörigkeit am Bau der
beiden Fabriken beschäftigt.[1]
Gegen Kriegsende lag ihre Zahl wesentlich höher als die der deutschen
Werksangehörigen. "Zum Schluss war das so, dass 25 Ausländer auf einen
Deutschen gefallen sind", so die Einschätzung eines ehemaligen Arbeiters
der DSC.[2]
In
den Jahren vor Beginn des Zweiten Weltkrieges war die deutsche Rüstungsproduktion
enorm angestiegen. Sie betrug 1939 das 12fache des Wertes von 1933.[3]
Gleichzeitig ging daher auch die Zahl der Arbeitslosen zurück. Durch die
Einberufungen zur Wehrmacht seit Kriegsbeginn sank die Zahl der deutschen
Industriearbeiter ständig. 1942, nachdem die deutsche Strategie des
Blitzkrieges endgültig gescheitert war, kennzeichneten erhöhter Bedarf an
Kriegsgeräten einerseits und zunehmend fehlende Arbeitskräfte andererseits die
Kriegswirtschaft. Um den Bedarf an bestimmten Kriegsmaterialien und Munition
aber trotzdem decken zu können, wurden Angehörige der überfallenen Länder
zum Arbeitseinsatz ins Deutsche Reich gebracht.
3.
Die ausländischen ZwangsarbeiterInnen und ihre Deportation
Der
Internationale Nürnberger Militärgerichtshof stellte 1946 fest, dass "die
Deutsche Regierung bei Aufstellung der Pläne für die Verwertung der Bewohner
der besetzten Gebiete zur Sklavenarbeit in größtem Maßstab dies als
wesentlichen Bestandteil der Kriegswirtschaft angesehen und dieses besondere
Kriegsverbrechen bis in die letzte fein ausgearbeitete Einzelheit geplant und
organisiert" hat.[4]
Der
ehemalige Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel, erklärte
nach dem Krieg, dass "von den 5 Millionen ausländischen Arbeitern, die
nach Deutschland gekommen sind, keine 200 000 freiwillig" hier waren.[5]
Dabei ist die Zahl von 5 Millionen entschieden zu niedrig angesetzt. Der
internationale britische Suchdienst spricht von 9,28 Millionen Verschleppten,
darunter 1,9 Millionen Kriegsgefangene, die im Juli 1944 in Deutschland gelebt hätten.[6]
Unter den Deportierten befanden sich auch hunderttausende von Kindern. Alleine
über 700 000 polnische Kinder wurden zur Sklavenarbeit nach Deutschland
gebracht.[7]
Die
ersten einrückenden Behörden in den besetzten Gebieten waren Arbeitsämter.
Zivilisten sollten zur Arbeit im Deutschen Reich "angeworben" werden.
Die Methoden der "Anwerbung" reichten von falschen Versprechungen in
Bezug auf Lohn, Unterkunft und Freizügigkeit in Deutschland bis zur
Gefangennahme auf offener Straße. Im westlichen und nördlichen Ausland verlief
sie jedoch zunächst noch mit vergleichbarer Art und Weise wie im Reich selbst.
In Osteuropa war hingegen von Anfang an die "Anwerbung" von
regelrechten Menschenjagden geprägt. Hier wurden sofort nach der Besetzung
Menschen von der Straße weg in Eisenbahnwaggons verladen und nach Deutschland
gebracht. Selbst in Kinos, bei Nacht in Privathäusern und sogar in Kirchen
wurden ganze Familien gefangen genommen. Schon der geringste Widerstand konnte
den Tod bedeuten.[8]
Ein
ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter erinnert sich an seine Verschleppung nach
Deutschland:
"In
meinem Heimatort in Polen wurde der Bürgermeister dazu gezwungen, mit der SS
zusammenzuarbeiten; hätte er dies nicht getan, wäre er mit Sicherheit
erschossen worden. Seine Aufgabe war es, für die SS eine bestimmte Anzahl
arbeitsfähiger junger Männer zu beschaffen, die dann in Deutschland als
Fremdarbeiter eingesetzt wurden. Am Morgen des 7.3.1940, ich kann mich noch
genau an das Datum erinnern, wurde ich aus meinem Elternhaus von SS-Wachleuten
abgeholt und mit vielen anderen auf den Dorfplatz gebracht. Ich bekam gerade
noch Zeit, meine Koffer zu packen. Sobald sich einer der Abgeführten weigerte
mitzukommen, wurde dieser auf der Stelle erschossen. Als wir am Dorfplatz
ankamen, begannen sogleich deutsche sowie polnische Ärzte damit, uns im Rathaus
auf körperliche Mängel und ansteckende Krankheiten zu untersuchen. Noch am
Abend desselben Tages wurden wir dann in Viehwaggons, die mit Stroh ausgelegt
worden waren, eingesperrt und abtransportiert."[9]
Über
das Vorgehen in der Ukraine gibt ein Befehl an SD-Offiziere Auskunft:
"Dabei
wird es nicht immer ohne Zwangsmittel abgehen. Bei der Überholung von Dörfern
bzw. notwendig werdender Niederbrennung eines Dorfes wird die gesamte Bevölkerung
dem Beauftragten zwangsweise zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich werden
keine Kinder mehr erschossen. Wenn wir also durch obige Anordnung unserer harten
sicherheitspolizeilichen Maßnahmen vorübergehend einschränken, so geschieht
dies nur aus folgendem Grunde: Das wichtigste ist die Arbeiterbeschaffung."[10]
SS-Reichsführer
Heinrich Himmler erklärte bei einer SS-Gruppenführertagung in Posen am 4.
Oktober 1943:
"...
Ob die anderen Völker im Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das
interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur
brauchen."[11]
Die
Deportation der sowjetrussischen ZwangsarbeiterInnen ins Deutsche Reich erfolgte
schrittweise mit teilweise längeren Aufenthalten in verschiedenen Lagern. Als
erstes wurden sie in besondere Auffanglager gesteckt, wo sie überprüft und zu
Transporten zusammengestellt wurden. Diejenigen, die von ansteckenden
Krankheiten heimgesucht wurden, wurden ausgesondert. Von den Auffanglagern
erfolgte der Transport mit der Eisenbahn, meist in Viehwaggons, zunächst in Übergangslager
die im Generalgouvernement oder an der Grenze des Reichsgebietes eingerichtet
worden waren. Dann wurden die Menschen in Sammeltransporten zunächst in
Durchgangslager bei den Landesarbeitsämtern überführt und von dort weiter zu
den einzelnen Betrieben in betriebseigene Lager gebracht. Auf dem Weg nach
Deutschland mussten die Menschen immer wieder von Läusen und anderen Ungeziefer
befreit werden, denn in den Zügen wimmelte es nur so davon.
Die
ersten Massentransporte von russischen und ukrainischen ZwangsarbeiterInnen
trafen im Juni 1942 in der Umgebung von Geretsried ein.[12]
Diese damals so genannten "Ostarbeiter" stellten mit den französischen
Arbeitern den größten Teil der Belegschaft der Werke. Die Gemeinde Königsdorf
registrierte Ende Juni 1943 749 "Ostarbeiter", die bei der DSC beschäftigt
waren. Im Gemeindebezirk Gelting befanden sich im Februar 1944 979 und im Bezirk
Wolfratshausen im April des selben Jahres 876 "Ostarbeiterinnen" und
"Ostarbeiter".[13]
Unter Ihnen befanden sich auch viele Kriegsgefangene. Das Alter dieser Menschen
lag überwiegend zwischen 16 und 25 Jahren.[14]
In
den mir vorliegenden Augenzeugenberichten werden die russischen ArbeiterInnen
immer wieder als fleißige, pünktliche und korrekte ArbeiterInnen
hervorgehoben. Auch in der Pfarrchronik von Wolfratshausen heißt es: "Nach
dem Beginn des Rußlandfeldzuges rückten im Lager Russinnen an. Es war ein
gutes unverdorbenes Naturvolk aus dem Osten. Moralisch durchwegs
unbescholten."[15]
Die
zweite große Gruppe von ZwangsarbeiterInnen, die hier arbeiten mussten waren
wie bereits erwähnt Franzosen. Es handelte sich hierbei in erster Linie um
junge Frauen und Mädchen. Die ersten tauchten nach dem Frankreich-Feldzug im
Sommer 1940 auf. Genaues Zahlenmaterial über ihre Stärke liegt mir leider
nicht vor. Laut dem Tagebuch des Wolfratshauser Pfarrers Mathias Kern waren zur
Jahreswende 1941/42 "etwa 1200 Französinnen und einige hundert
Franzosen" in den betriebseigenen Lagern untergebracht.[16]
Neben
Franzosen und "Ostarbeitern" traf man aber auch Jugoslawen, Dänen,
Belgier, Norweger, Italiener, Holländer, Tschechen, Slowaken und Spanier, sowie
Ungarn, Letten, Polen und Albaner an. Sogar Schweizer arbeiteten auf den
Baustellen.[17]
Im Jahre 1941, so wurde erzählt, war das deutsche "Eintritt verboten"
in 15 verschiedenen Sprachen am Werkzaun angeschlagen.[18]
4.
Die Unterbringung in Lagern
Untergebracht
waren die ArbeiterInnen überwiegend in den Lagern "Buchberg", "Föhrenwald"
und "Stein".
Das
"Lager Buchberg" befand sich auf der heutigen Böhmwiese gegenüber
dem Rathaus von Geretsried. Es wurde 1939 für schätzungsweise 4000 Bauarbeiter
errichtet.[19]
Eingeteilt in die Mannschaftslager I, II und III umfasste es nahezu 100 Holzgebäude,
davon 33 große Unterkunftsbaracken mit einer Wohnfläche von insgesamt rund 11
200 m2.[20]
Nachdem 1941 die Produktionsanlagen der DAG weitgehend fertig gestellt waren,
wurde ein großer Teil der Baracken wieder abgebaut. Es dürfte Juni 1942
gewesen sein, als in "Buchberg" Lager II die ersten russischen
ZwangsarbeiterInnen eingewiesen wurden. Später folgten auch sowjetische
Kriegsgefangene.[21]
Durchschnittlich lebten hier rund 1000 Menschen.[22]
Wann das Lager mit einem doppelten Stacheldrahtzaun und 4 Wachtürmen versehen
wurde, konnte bisher nicht ermittelt werden.[23]
Fest steht aber, dass es in den Bewachungsplan der Fabrikanlagen mit
eingeschlossen war und das es spätestens 1943 umzäunt wurde.
Auf
dem Gelände des jetzigen Wolfratshauser Ortsteils Waldram entstand das
Montan-Lager "Föhrenwald". Es wurde im Sommer 1941 bezogen. Die 302
Wohneinheiten in Form von Reihen- und Doppelhäusern, aus denen "Föhrenwald"
bestand, waren für ca. 4500 Menschen berechnet.[24]
Die Unterbringungsmöglichkeiten waren mit knappen 2500 Personen während dem
gesamten Krieg nicht ausgeschöpft.[25]
Bei den Lagerbewohnern handelte es sich zum größten Teil um
ZwangsarbeiterInnen aus Westeuropa und um deutsche Reichsarbeitsdienstangehörige,
Dienstverpflichtete und Angestellte. Je nach Nationalität und Geschlecht war
das Lager in verschiedene Bereiche unterteilt. In den einzelnen Wohneinheiten
befanden sich im Erdgeschoss ein Tagesraum, ein Schlafraum, ein Waschraum und
zwei WCs, sowie ein Flur. Ein weiterer großer Schlafraum befand sich im
Obergeschoss. Die Art und Weise der Unterbringung war kasernenartig. Das
Lagergelände war von einem 2,50 m hohen Zaun umgeben, dass Betreten, wie auch
in den anderen Lagern, nur mit einem speziellen Ausweis möglich. Mit Tarnfarbe
waren die Dächer der Gebäude gestrichen, um eine Einsicht aus der Luft durch
feindliche Aufklärer zu erschweren. 1943 wurde zwischen "Föhrenwald"
und der Isar mit dem Bau eines riesigen Sportplatzes, inklusiv einer großen
Tribüne begonnen.[26]
Das
dritte große Lager befand sich auf dem heutigen Ortsteil Stein von Geretsried.
Namen hatte es verschiedene: "Lager D.S.C. Königsdorf",
"Barackenstadt D.S.C. Geretsried" oder auch einfach "Lager
Stein".[27]
Es war das erste Lager, das überhaupt aufgebaut wurde. Bereits im Sommer 1939
waren die ersten Wohnbaracken, sowie das Wirtschaftsgebäude, eine Kantine mit
einem Fassungsvermögen von bis zu 1500 Personen, fertig gestellt.[28]
Bei 21 Wohnbaracken im Endstadium bot das "Lager Stein" Platz für über
1000 Menschen und durch Umfunktionierung der Aufenthaltsräume in Schlafräume
hatte man die Möglichkeit, die Unterbringungskapazität zu verdoppeln.[29]
Ein Kesselhaus beheizte die verschiedenen gemauerten Bauten und versorgte sie
mit Warmwasser. Außerdem bot es die Möglichkeit zum Baden oder Duschen.[30]
Wie in "Föhrenwald" hatten die Angehörigen von verschiedenen Ländern
jede für sich gesonderte Baracken zugeteilt bekommen. Ab Sommer 1942 waren im südlichen
Teil des umzäunten Lagers "Ostarbeiter" und sowjetrussische
Kriegsgefangene untergebracht. Diese Zwangsarbeiter wurden nochmals mittels
einem Zaun streng von den anderen Lagerbewohnern getrennt.[31]
Für
die höheren deutschen Angestellten, Meister, Werkschutz und Betriebsleiter
wurde eine Wohnsiedlung in der Schießstätt- und Alpenstraße in Wolfratshausen
und eine weitere Siedlung entlang der Tattenkofener Straße bei Geretsried
gebaut.
Bewacht
und kontrolliert wurden die Lager und die beiden Fabriken vom Werkschutz,
teilweise auch von der Werksfeuerwehr. Der Werkschutz setzte sich hauptsächlich
aus älteren, regimetreuen Männern aus der näheren Umgebung zusammen. In der
DAG soll er eine Stärke von ca. 60 und in der DSC von etwa 30 Mann gehabt
haben.[32]
5.
Der Arbeitseinsatz und das Leben der ZwangsarbeiterInnen
Der
Arbeitseinsatz in der Rüstungsindustrie, speziell bei der Produktion von
Sprengstoffen und Munition, war von der Angst und der Ungewissheit, ob man heil
wieder aus den Fabriken kommt, geprägt. Waren doch Unfälle, oft auch mit tödlichem
Ausgang, fast alltäglich. Die ZwangsarbeiterInnen waren zudem noch besonders
der Willkür ihrer Vorgesetzten ausgesetzt. "Die ganzen Chefs ... waren so
hinterlistige Kerle. Wenn die jemanden in die Ecke bringen konnten, war das
schon eine Art Auszeichnung", so die Eindrücke einer ehemaligen
Dienstverpflichteten, die in der Deutschen Sprengchemie in Geretsried gearbeitet
hatte.[33]
Von
Anfang an wurde in einzelnen Produktionsbereichen in 3 Schichten gearbeitet. 12
Arbeitsstunden an einem Tag waren für Betriebsangehörige, für Deutsche ebenso
wie für ausländische ZwangsarbeiterInnen, keine Seltenheit.
Nach
dem alltäglichen Vollzähligkeitsappell wurden die Bewohner von "Föhrenwald"
mit der Werksbahn in die Fabriken gebracht.[34]
Der Weg der ArbeiterInnen führte durch verschiedene Tore, vorbei an bewaffneten
Wachmannschaften. Für alle ArbeiterInnen war das Vorzeigen eines besonderen
Werksausweises unerlässlich. Raucher mussten ihre Zigaretten und Streichhölzer
in Schließfächer einsperren, die sich in den Pförtnerhäusern befanden.[35]
Eine Mitnahmen solcher oder ähnlicher feuergefährlicher Gegenstände in die
Werke konnte den Tod durch eine Explosion oder aber, wenn man erwischt wurde,
schwere Bestrafungen zur Folge haben. Der Weg zum Arbeitsplatz innerhalb des
Werksgeländes war vorgeschrieben. Es mussten bestimmte Wege und Straßen
benutzt werden. Eine Abweichung von diesen Wegen hätte der Werkschutz als
Spionage angesehen.
Vom Werkschutz bewacht
gelangten, in Kolonen formiert, die "Ostarbeiter" zu ihren
Arbeisstätten.[36]
Möchte
man die Arbeitsbedingungen der in den Werken beschäftigten Menschen näher
dokumentieren, muss man die verschiedenen Bereiche der Anlagen unterscheiden.
In
der DAG befand sich im Norden die Sprengkapsel- und Zündhütchenfertigung,
die ständig mit neuen Bauwerken erweitert wurde. Im Bereich des heutigen Erika-
und Rosenweges und dem Gebiet zwischen der Egerlandstraße und dem Isardamm wurden
verschiedene Sprengstoffe hergestellt. Hier fanden überwiegend chemische
Produktionsabläufe statt. Zwischen dem Hirschenweg und der St.-Hubertus-Straße
befanden sich Pressen- und Laboriergebäude, in denen Sprengstoffe verarbeitet
wurden. Eine große Baustelle befand sich im Bereich des jetzigen Eisstadions.
In
der DSC gab es nur zwei wesentliche Produktionsbereiche. Zum einen war
das die Presserei (Füllstelle), zum anderen die Laborierabteilung, in der die
verschiedenen Sprengkörper und Munition zusammengebaut wurden.
Im
höchsten Maße gesundheitsschädlich und gefährlich war die Arbeit in den
sprengstoffverarbeitenden Gebäuden. Hier kam man täglich mit hochgiftigen
Chemikalien - den Sprengstoffen - in Berührung. Schon nach kurzer Zeit erlitten
die dort beschäftigten Menschen gesundheitliche Schäden. Einer der giftigsten
Sprengstoffe, der in Geretsried verarbeitet wurde, war das Trinitrophenol - die
Pikrinsäure. "Hier sind die Deutschen nicht hineingekommen", erklärte
eine ehemalige deutsche Dienstverpflichtete nach dem Krieg.[37]
Werkschürzen, Kopftücher, Atemmasken und Handschuhe mussten bei der
Verarbeitung dieses Sprengstoffes getragen werden. Trotzdem war es fast unmöglich,
sich von diesem Pulver zu schützen. Die hochgiftigen Kristalle gelangten nahezu
ungehindert durch die Haut oder Atmung in den Körper. Es dauerte nicht lange
dann verfärbten sich die Haare und die Haut. Die Betroffenen, meist Frauen,
wurden daraufhin von den Einheimischen als "Kanarienvögel"
bezeichnet. Neben dieser Gelbfärbung machte sich bald Haarausfall bemerkbar.
Man bekam Ausschlag und die Fingernägel gingen kaputt. Da dieses Krankheitsbild
keine Schmerzen verursachte, kam jede Hilfe zu spät, wenn man nicht rechtzeitig
in ärztliche Behandlung kam. Schleimhautentzündungen und akute Lungenleiden
mit hohem Fieber waren die Folge. Mit 40°C Fieber musste noch gearbeitet
werden. Wie ein ehemaliger Sanitätswagenfahrer der DSC berichtete, war
es keine Seltenheit, dass Frauen am Arbeitsplatz zusammenbrachen.[38]
Ein anderer Zeitzeuge erzählte von einer Französin, "die 8 Tage in einem
Bau beschäftigt war, in dem Pikrinsäure verarbeitet wurde. Dann wurde sie ohnmächtig
und kam nach München in eine Universitätsklinik."[39]
Aber
nicht nur die Gesundheit der Menschen wurde von den Sprengstoffen angegriffen.
Selbst die Kleidung der Arbeiter wurde zerfressen. "Beim Waschen ist uns
oft die Unterwäsche auseinander gebrochen", so eine ehemalige DSC-Arbeiterin.[40]
Für
den Arbeitsfortgang bestanden strengste Sicherheitsvorschriften. So war zum
Beispiel das Tragen von Schmuck wie Eheringe und Ohrringe oder das Mitführen
anderer metallischer Gegenstände in verschiedenen Produktionsbereichen aufs schärfste
verboten, denn nur ein kleiner Funke oder Schlag hätte den Sprengstoff, der
staubte und sich überall festsetzte, entzünden können. Regelmäßig mussten
die Räume mit Wasser ausgespritzt werden. Das Tragen von Holzschuhen war an
diesen Arbeitsplätzen Pflicht.
All
die Vorkehrungen konnten aber nur die Zahl der Unfälle verringern. Es kam nämlich
trotz dieser Maßnahmen immer wieder zu Explosionen, die auch Tote und Verletzte
forderten. Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich am 14. Januar 1943 in der DAG.
Selbst in Bad Tölz soll der Brand noch wahrgenommen, ja sogar gesehen worden
sein.[41]
Ein Augenzeuge berichtet:
"...
Es ereignete sich eine schwere Explosion. Von dem Gebäude blieb nur das
Eisengerüst stehen. Zuerst wusste man nicht, wie viele Tote es gab. Erst anhand
von Anwesenheitslisten stellte man fest, dass Menschen dem Unfall zum Opfer
fielen. Aber von den Opfern gab es keine Spur. Die Explosion war so
ungeheuerlich, dass die Arbeiter in kleinste Teile zerrissen wurden. Die
Berufsgenossenschaft suchte lange nach menschlichen Überresten. Es war
schrecklich. ..."[42]
Eine
Eintragung im Kriegstagebuch gibt über das Ausmaß der Explosion näher
Auskunft:
"14.1.1943.
Explosion in Fabrik Wolfratshausen.
Gebäude
128 des Nitropenta-Betriebs mit Inhalt restlos zerstört. Gebäude für
Trocknung eines Rohstoffs italienischer Herkunft, der feucht im Betrieb
eintrifft. Zur Zeit der Explosion Trockenkammer mit Trockengut beschickt.
Verluste: 2 Deutsche und 7 Ausländer tot, 1 deutscher Angestellter schwer, 5
Deutsche und 7 Ausländer leicht verletzt. Ursache der Explosion unbekannt. Klärung
infolge restloser Vernichtung des Gebäudes und Todes der Insassen wohl kaum möglich.
Im übrigen Werk sonst nur Türen-, Fenster- und Gebäudeschäden. Produktion
nur wenig gestört. Sachschaden ca. 1 Millionen Reichsmark."[43]
Ein
weiterer schwerer Unfall ereignete sich 1943. Es war die Explosion eines
Sprengkapsellagers. Sie forderte 2 Tote. Durch die gewaltige Explosion
entwickelte sich eine so starke Druckwelle, dass in dem von der DAG 1 km
entfernten Gut Buchberg vom Rossstallgebäude fast alle Dachplatten abgehoben
wurden und die Fenster in Trümmer gingen.[44]
Sogar in "Föhrenwald" hatte die Explosion noch Auswirkungen. Ein
Augenzeuge befand sich zur Zeit dieses Vorfalls gerade im Lager. Er und seine
beiden Freunde wurden durch die Wucht der Explosion zu Boden gerissen.[45]
Betriebsunfälle
mit solchen Ausmaßen kamen aber nicht oft vor. Die Mehrzahl der Unfälle waren
kleinere, die meist glimpflich verliefen. So gab es oft kleinere Explosionen bei
dem Pressen, der Abfüllung, der Sprengstoffe. Die Werkrettungsstelle war jedoch
fast immer belegt.
Verursacht
wurden diese Unfälle meist durch Unachtsamkeiten und ungenaues Arbeiten. Aber
auch Sabotage war keine Seltenheit. Die Zwangsarbeiter zeigten auf diese Weise
ihren Widerstand gegenüber dem faschistischen System in Deutschland.
Eine
junge Polin wurde einmal von einer Vorarbeiterin erwischt, in dem Moment, als
sie gerade mit einem Hammer auf eine mit 25 Sprengkapseln gefüllte Schachtel
schlagen wollte. Die Vorarbeiterin verhinderte im letzten Augenblick dieses
Vorhaben. Die Polin wurde verhaftet. Soweit bekannt, ist sie zum Tode verurteilt
worden.[46]
Ein
Ukrainer sabotierte einmal die Arbeit, in dem er leere Kartons, die ihm beim be-
oder entladen eines Zuges zugeworfen wurden, bewusst nicht auffing.[47]
Ein
Anderer legte eine Handvoll Nitropenta oder einen ähnlichen Sprengstoff auf ein
Gleis, sodass die Lokomotive, die dann darüber fuhr, entgleiste.[48]
Die
Sabotagetätigkeit wurde von den Alliierten gefördert, in dem über den beiden
Werken einmal brieftaschengroße Sprengpäckchen abgeworfen wurden. Bei einem
"Ostarbeiter" wurde ein solches Sprengpäckchen gefunden. Der Mann
wurde verhaftet. Über sein weiteres Schicksal ist nicht schwer zu raten. Da das
Vorhandensein dieser Päckchen aber rechtzeitig gemeldet wurden und verschiedene
Maßnahmen getroffen wurden, blieben größere Explosionen aus.[49]
Aber
nicht nur die ZwangsarbeiterInnen, sondern auch vereinzelt deutsche
Dienstverpflichtete, zeigten Widerstand. Ein Arbeiter erzählt:
"...
Einmal hatten zwei Bauarbeiter, Kommunisten, in den frischen Beton der Baracke
202 'Nieder mit Hitler' eingraviert. Zum Glück sollten die Beiden am nächsten
Tag auf die Baustelle nach Waldkraiburg, was auch geschah. So sind sie der
Strafe entwischt. Dafür verdächtigte man aber meinen Gehilfen. Am nächsten
Morgen wartete ich vergeblich auf sein Kommen. Sie hatten ihn nach Dachau
gebracht, ohne viel zu recherchieren. Wir haben lange kämpfen müssen, um ihn
frei zu bekommen. ..."[50]
Überhaupt,
derjenige der auffiel, war meistens nach einigen Wochen schon fort. Man musste
sich mit Äußerungen dieser oder ähnlicher Art zurückhalten. Auch Widerspruch
und Ungehorsam wurde nicht geduldet. Mit der Drohung "Dachau ist nicht
weit" wurden die Menschen unter Druck gesetzt. Die Erinnerungen einer
DSC-Arbeiterin:
"...
Ich hab mich ja mit Händen und Füßen gewehrt, gegen die Arbeit, aber das hat
nichts genützt. 'Gut noch ein Wort, Dachau ist nicht weit' haben die immer
gesagt. ..."[51]
In
"Föhrenwald" wurde während des Krieges ein Mann erhängt auf einem
Speicher aufgefunden. Vorausgegangen waren mehrere Anrufe aus der DAG und
eine Drohung von der Betriebsleitung.[52]
Anscheinend wurde der Mann unter einen solchen psychischen Druck gestellt, dass
er Selbstmord beging. Auch im "Lager Buchberg" brachte sich ein
Arbeiter, ein Russe, um.[53]
Er erhängte sich ebenfalls.
In
vielen Fällen hatte die DAG und DSC eigene Methoden der
Bestrafung. Kleinere Vergehen in den Werken und Lagern wurden mit Geldstrafe,
mit Strafarbeit (Doppelschicht), Ausgangssperren, Prügelstrafen oder mit der
Einweisung zur "Platzkolone", einer Strafabteilung in der unter
strenger Aufsicht gearbeitet werden musste, geahndet.[54]
In "Föhrenwald" befand sich im Pförtnerhaus auf der linken Seite, so
wird erzählt, das Vernehmungszimmer des Werkschutzes, das wegen der in ihm
angewandten Methoden auch "Prügelkammer" genannt wurde.[55]
Allein
62 "Ostarbeiter" aus dem "Lager Buchberg" wurden während
des Krieges zur Bestrafung der Gestapo überstellt.[56]
Nach
der nationalsozialistischen Ideologie waren die Völker des Ostens
"Untermenschen". Die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und
selbst das Fahren mit einem Rad war ihnen verboten und nur mit einer besonderen
Erlaubnis gestattet.[57]
Aus
einer Anordnung an im Großdeutschen Reich wohnhafte Polen:
"Das
Verlassen des Aufenthaltsortes ist streng verboten. Während des von der
Polizeibehörde angeordneten Ausgehverbotes darf auch die Unterkunft nicht
verlassen werden. Wer lässig arbeitet, die Arbeit niederlegt, andere Arbeiter
aufhetzt, die Arbeitsstätte eigenmächtig verlässt usw. erhält Zwangsarbeit
im Arbeitserziehungslager. Bei Sabotagehandlungen und anderen schweren Verstößen
gegen die Arbeitsdisziplin erfolgt schwerste Bestrafung, mindestens eine mehrjährige
Unterbringung in einem Arbeitserziehungslager."[58]
Die
Lebens- und Arbeitsbedingungen in "Arbeitserziehungslagern" waren
"im allgemeinen härter, als in Konzentrationslagern".[59]
Die
"Ostarbeiter" bildeten den unteren Rand des faschistischen
Zwangsarbeitersystems Nur die Situation der KZ-Häftlinge war noch schlechter.
Mit "Ostarbeitern" wurden prinzipiell keine Arbeitsverträge
abgeschlossen. Ihre Außergesetzstellung trennte sie von allen anderen Arbeitskräften
und eröffnete den Großunternehmern die Möglichkeit zur willkürlichen
Ausbeutung. Eine im Januar 1942 eingeführte Ostarbeiterabgabe führte dazu, dass
nur noch eine symbolische Entlohnung stattfand, die 17 RM im Monat nicht übersteigen
konnte.[60]
Zur Kennzeichnung musste auf der rechten Brustseite ein Abzeichen mit der
Aufschrift "Ost" getragen werden. Inwieweit diese Bestimmungen in den
Geretsrieder Werken eingehalten wurden, lässt sich heute nicht mehr eindeutig
klären. Aber auch ohne Kennzeichnung waren diese Menschen leicht zu erkennen.
Ihre Köpfe waren kahl geschoren. Gekleidet waren sie ärmlich. Im "Lager
Buchberg" trugen sie einheitlich graue oder braune Kittel und Hosen, eine
Art Uniform.[61]
Viele hatten keine Schuhe. Im Winter wickelten sie sich Lumpen um die Beine,
weil sie keine Strümpfe hatten. Einmal beobachtete eine Arbeiterin, daß
"Ostarbeiter" beim Passieren des Werkstores, diese Lumpen ablegen mussten.[62]
Die Ernährung dieser ZwangsarbeiterInnen war katastrophal. Das
"Essen" bestand hauptsächlich aus einer Brühe mit Kantinenabfällen
drin.[63]
Zudem reichten die Essensrationen nicht aus. Wer sich aber trotzdem auf dem
Schwarzmarkt etwas zum Essen besorgte und erwischt wurde, wurde geschlagen.[64]
Der Lagerführer von Buchberg wurde immer wieder von ehemaligen ArbeiterInnen
als äußerst brutal bezeichnet. Wegen jeder Kleinigkeit griff er gleich streng
durch. Schläge ohne Anlass gehörten auch dazu. Die Erinnerung einer
Arbeiterin:
"...
Ein Russe kam einmal ganz aufgeregt zum Lagerführer und sagte: 'O Schuhe
gestohlen'. Er hat nicht gesagt der Lagerführer hat sie gestohlen - die Ausländer
beklauten sich ja auch gegenseitig. Schon hat der Lagerführer dem Russen ins
Gesicht rein geschlagen, dann haben sie ihn verdroschen. ... Nein, also wollen
wir sagen, mich hat das immer wieder gewundert, dass die nicht alle gestorben
sind. ..."[65]
Tatsache
ist, dass mindestens 25 vorwiegend junge "Ostarbeiter", die im
"Lager Buchberg" und "Lager Stein" untergebracht waren,
zwischen 1942 und 1945 verstarben.[66]
187 "Ostarbeitern" gelang die Flucht.[67]
Sie hielten anscheinend die unmenschliche Behandlung nicht mehr aus. Aufgrund
ihrer Sprache und der kahl geschorenen Köpfe waren sie aber leicht zu erkennen
und somit meist schon nach kurzer Zeit wieder ergriffen worden. Es war dann
Sache der Gestapo, ob eine Einweisung in ein Konzentrationslager erfolgte.
Intime
Beziehungen zwischen ausländischen und deutschen ArbeiterInnen waren
strengstens verboten. Dennoch waren sie keine Seltenheit. Man traf sich heimlich
oder die Stellung im Betrieb erlaubte es, ungestraft solche Beziehungen zu
pflegen. Wurden solche Beziehungen aufgedeckt, kamen die Zwangsarbeiter aus
Westeuropa meist glimpflich davon. Dem "Ostarbeiter" drohte aber die
Todesstrafe und der "Ostarbeiterin" die Einweisung in ein
Konzentrationslager, ja sogar die Zwangssterilisation.[68]
Schwangere
Frauen wurden Anfangs in Ihre Heimat zurücktransportiert. Im Jahre 1943 wurde
dann in Gelting im Auftrag des Landkreis Wolfratshausen eine Entbindungsbaracke
für die tausende Zwangsarbeiterinnen, die im Landkreis lebten, errichtet. Die
Anzahl der Wöchnerinnen lag im Durchschnitt bei etwa 15 Frauen. Auffallend
viele Kinder wurden dort tot geboren.[69]
Um
über den Alltag in den Lagern und Fabriken hinwegzutäuschen organisierte die
"Deutsche Arbeitsfront" Vorträge, Folkloreabende, Wunschkonzerte,
Filmvorführungen und Tanz. Im Wirtschaftsgebäude in "Föhrenwald",
der heutigen katholischen Kirche und Seminaraula, fanden sogar Theateraufführungen
statt.[70]
Während
die ArbeiterInnen aus dem Westen Heimaturlaub beantragen konnten, bekamen die
Ostarbeiter keine Vergünstigungen dieser Art. Sie hatten auch keinen freien
Ausgang, so wie die "Westarbeiter". Ihre Freizeit sollte sich
ausschließlich im Lager abspielen. Kontakte zu Deutschen und allen anderen
Belegschaftsmitgliedern der Werke waren verboten und am Arbeitsplatz so weit es
ging zu beschränken.
6.
Das Kriegsende
Bis
April 1945 wurden die beiden sorgfältig in den Wald eingegliederten Rüstungsbetriebe
von Kampfhandlungen verschont. Aber bereits zu Baubeginn hatten die Alliierten
von zwei kriegswichtigen Fabriken südlich von München Kenntnis. Am 9. April
1945 erfolgte ein schwerer Luftangriff auf das Gelände der "Fabrik
Wolfratshausen". Innerhalb von 3 Minuten warfen 76 Bomber, die von
zahlreichen Jagdflugzeugen begleitet waren, nahezu 2100 Bomben ab.[71]
Ein älterer Mann kam bei diesem Angriff ums Leben. Wie viele Verletzte es gab,
ist unbekannt. An den Produktionsbunkern entstand im Großen und Ganzen nur
geringer Schaden. Da jedoch wichtige Rohr- und Stromleitungen beschädigt worden
waren, kam die Produktion dennoch zum Erliegen.
Es
gibt Hinweise, dass Mitte April 1945 noch ein Kommando von KZ-Häftlingen des
Konzentrationslagers Dachau in die Geretsrieder Rüstungsbetriebe abgestellt
wurde. Es soll aus etwa 70 Personen bestanden haben und "SS-Arbeitslager
Neufahrn" oder "Neufahrn, Kommando von Wolfratshausen" genannt
worden sein.[72]
Das ein Zusammenhang mit Aufräumungsarbeiten nach dem Luftangriff besteht, wäre
durchaus denkbar. Um mehr Gewissheit über dieses Kommando zu erlangen, sind
aber noch umfangreiche Recherchen im Gange und notwendig.
Während
die deutschen ArbeiterInnen in den letzten Kriegstagen aus den Beständen der
Werke Tische, Stühle, verschiedenes Elektromaterial und andere Dinge erwerben
konnten, machten sich einige der in den Werken verantwortlichen Angestellten aus
dem Staub.[73]
Auch
SS- und Wehrmachteinheiten zogen sich in Richtung Süden zurück. Ihnen folgte
ein Elendszug von zu Skeletten abgemagerten Menschen. Es war der Todesmarsch von
mehr als 7000 KZ-Häftlingen aus Dachau. Unzählige von Ihnen brachen vor Erschöpfung,
Krankheit und unter Prügel und Schüssen der SS zusammen. Die genaue Zahl der
Opfer ist heute unbekannt. Ein ehemaliges Mitglied der SS-Wachmannschaft gab später
bei einer Vernehmung durch amerikanische Militärstaatsanwälte an, dass
mindestens die Hälfte der Häftlinge - also mehr als 3000 - verloren gingen.[74]
Einigen gelang die Flucht, aber die meisten dürften gestorben sein.
Die
Marschroute der meisten Häftlinge führte von Kaufering und Dachau über
Karlsfeld, Gauting, Starnberg, Wolfratshausen, Eurasburg, Königsdorf und Bad Tölz
zum Tegernsee. Zwischen 300 und 400[75]
jüdische Häftlinge wurden dabei ins "Lager Buchberg" getrieben. Am
1. Mai 1945 wurde das Lager von amerikanischen Truppen befreit.
Nachdem
die Kriegsgefangenen, ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge befreit waren, drückten
sich die unmenschlichen Behandlungen, die sie während des Krieges von den
Wachmannschaften und ihren Vorgesetzten erfahren hatten, in Racheaktionen aus.
Plünderungen, Zerstörungswut und Angriffe auf deutsche ArbeiterInnen und
Angestellte der Fabriken gehörten dazu. Aber manch ein Zwangsarbeiter und KZ-Häftling
konnte sich jetzt auch dankbar zeigen, für die Hilfe, welche er von einzelnen
Deutschen während der Nazidiktatur erhielt.
Ein
Kapitel der Stadtgeschichte ist zu Ende.
7.
Nachwort
Heute,
50 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, ist immer noch ein Mantel des
Schweigens über diese Zeit gelegt. Es ist eine Tatsache, dass bei einem großen
Teil der Bevölkerung die deutsche Geschichte im Jahr 1933 im Nichts
verschwindet und erst nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau wieder beginnt. Was
sich in den dazwischen liegenden 12 Jahren ereignete, bleibt meist unerwähnt,
wird verdrängt und vergessen. Gedenkstätten und Mahnmäler für die Opfer des
Nationalsozialismus, sowie andere Einrichtungen, die auch beitragen würden,
eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu fördern, stoßen oft auf
Ablehnung. Fehler, die damals begangen wurden, muss man aber kennen, wenn man
eine Wiederholung verhindern möchte.
Das
über vier Jahrzehnte lange Verdrängen, Vergessen und nicht aus der Geschichte
lernen wollen ist mit eine Ursache für den Stimmenzuwachs von rechtsextremen
Parteien, die erneut eine faschistische und rassistische Ideologie verbreiten.
Ich meine, man sollte heute endlich einmal die uns gegebene Möglichkeit nützen,
aus der Geschichte zu lernen, um eine Zukunft gestalten zu können, in der
Menschen toleranter, einfach menschlicher miteinander umgehen, ganz egal welche
Sprache man spricht oder was für eine Hautfarbe man hat.
Wir
dürfen dem Hass keine Chance geben. Ich möchte Euch dazu aufrufen wachsam zu
sein und jeden neu aufkommenden nationalistischen, rassistischen und
kriegsverherrlichenden Bestrebungen, die das friedliche Zusammenleben der Völker
stören, entschieden entgegenzutreten, damit sich niemals die jüngste deutsche
Vergangenheit wiederholen kann.
8.
Verwendete Literatur
Frings,
Paul: Das internationale Flüchtlingsproblem
1919-1950, Frankfurt/Main 1951
Ewald,
Thomas; Hollmann, Christoph, Schmidt, Heidrun:
Ausländische Zwangsarbeiter in Kassel 1940-1945, Kassel 1988
Herbert,
Ulrich: Fremdarbeiter.
Politik und Praxis des "Ausländer-Einsatzes" in der Kriegswirtschaft
des Dritten Reiches, Essen 1985
Hohlmann,
Susanne: Pfaffenwald,
Sterbe- und Geburtenlager 1942-1945, Kassel 1988
Klewitz,
Bernd: Die Arbeitssklaven
der Dynamit Nobel, Schalksmühle 1986
Krenkel,
E.-M., Nürnberger, D. u.a.:
Lebensskizzen kriegsgefangener und zwangsverpflichteter Ausländer im Raum
Fritzlar-Ziegenhain 1940-1943, Kassel 1985
Mosch-Wicke,
Klaus: Schäferberg. Ein
Henschel-Lager für ausländische Zwangsarbeiter, Kassel 1985
Weinmann,
Martin (Hg.): Das
nationalsozialistische Lagersystem, Frankfurt/Main 1990
9.
Quellenangaben
|
[1]
|
Stadtarchiv
Geretsried: polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[2]
|
Stadtarchiv
Geretsried: Berichte von Zeitzeugen: Herrn H., Königsdorf
|
|
[3]
|
Mosch-Wicke:
Schäferberg, Ein Henschel-Lager für ausländische Zwangsarbeiter, s. S.
14
|
|
[4]
|
Mosch-Wicke:
Schäferberg, Ein Henschel-Lager für ausländische Zwangsarbeiter, s. S.
17
|
|
[5]
|
Ewald,
Hollmann,
Schmidt: Ausländische Zwangsarbeiter in Kassel 1940-1945, s. S. 12
|
|
[6]
|
Frings, Paul: Das
internationale Flüchtlingsproblem 1919 - 1950, s. S. 54
|
|
[7]
|
Hohlmann, Susanne:
Pfaffenwald, Sterbe- und Geburtenlager 1942-1945, s. S. 67
|
|
[8]
|
Herbert, Ulrich:
Fremdarbeiter, Politik und Praxis des "Ausländer-Einsatzes" in
der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, s. S. 82ff und 157ff
|
|
[9]
|
Klewitz, Bernd: Die
Arbeitssklaven der Dynamit Nobel, s. S. 102f
|
|
[10]
|
Ewald,
Hollmann,
Schmidt: Ausländische Zwangsarbeiter in Kassel 1940-1945, s. S. 14
|
|
[11]
|
Klewitz, Bernd: Die
Arbeitssklaven der Dynamit Nobel, s. S. 91
|
|
[12]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[13]
|
ebenda
|
|
[14]
|
ebenda
|
|
[15]
|
Gritzmann,
Bernhard: Das andere Geretsried, Diavortrag vom 25.11.1988, Manuskript, s.
S. 21
|
|
[16]
|
Stadtarchiv
Geretsried: Kern, Mathias (Pfarrer):
Tagebuchaufzeichnungen
|
|
[17]
|
Stadtarchiv
Geretsried: polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[18]
|
Stadtarchiv
Geretsried: Kern, Mathias: Tagebuchaufzeichnungen
|
|
[19]
|
Stadtarchiv
Geretsried: Der Bürgermeister der Gemeinde Gelting in einem Schreiben an
die Gemeinde Obersalzberg vom
25.01.39: "Durch das staatliche
Bauvorhaben in der hiesigen Gemeinde, werden in Gemeinschaftslagern rund 6-7000 Mann
untergebracht werden müssen." Im Gemeindebereich Gelting befand sich nur das "Lager
Buchberg".
|
|
[20]
|
errechnet auf Grundlage eines Lageplanes
|
|
[21]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Bericht von Ulrich Wimmer, Wolfratshausen; International Tracing Service:
Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories
Sept. 1st, 1939 - May 8th, 1945, s. S. 191
|
|
[22]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[23]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Kugler, Anton: Die Eingliederung der
Sudetendeutschen nach der Vertreibung aus ihrer Heimat am Beispiel Geretsried (Facharbeit), s.
S. 8
|
|
[24]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Kern, Mathias (Pfarrer): Tagebuchaufzeichnungen
|
|
[25]
|
Reiss,
Steppan: Waldram -
Anspruch auf Vergangenheit, s. S. 44
|
|
[26]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr G., Wolfratshausen; Lageplan und
Luftbildaufnahmen von "Föhrenwald"
|
|
[27]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[28]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr K., Königsdorf
|
|
[29]
|
ebenda
|
|
[30]
|
ebenda
|
|
[31]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau G., Bad Heilbrunn
|
|
[32]
|
Gritzmann, Bernhard: Das andere Geretsried, Diavortrag vom
25.11.1988, Manuskript, s. S. 20
|
|
[33]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau G., Bad Heilbrunn
|
|
[34]
|
Reiss,
Steppan: Waldram -
Anspruch auf Vergangenheit, s. S. 45
|
|
[35]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr und
Frau Sch., Wolfratshausen
|
|
[36]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau Sch., Königsdorf
|
|
[37]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau R., Gelting
|
|
[38]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr K., Königsdorf
|
|
[39]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr und
Frau Sch., Wolfratshausen
|
|
[40]
|
Gritzmann, Bernhard: Das
andere Geretsried, Diavortrag vom 25.11.1988, Manuskript, s. S. 19
|
|
[41]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau R., Gelting
|
|
[42]
|
Reiss, Steppan: Waldram -
Anspruch auf Vergangenheit, s. S. 45
|
|
[43]
|
Bundesarchiv - Militärarchiv
Freiburg: RW 21-47/1
|
|
[44]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Heimatbuch Gelting, s. S. 99
|
|
[45]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr G.,
Wolfratshausen
|
|
[46]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau R., Gelting
|
|
[47]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr und
Frau Sch., Wolfratshausen
|
|
[48]
|
ebenda
|
|
[49]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr R.
|
|
[50]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr K., Königsdorf
|
|
[51]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau G., Bad Heilbrunn
|
|
[52]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau H.,
Wolfratshausen
|
|
[53]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[54]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr G.,
Wolfratshausen
|
|
[55]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau H.r,
Wolfratshausen und Herr Gärtner, Wolfratshausen
|
|
[56]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[57]
|
Hohlmann, Susanne:
Pfaffenwald, Sterbe- und Geburtenlager 1942-1945, s. S. 66
|
|
[58]
|
Krenkel, Nürnberger:
Lebensskizzen kriegsgefangener und zwangsverpflichteter Ausländer im Raum Fritzlar- Ziegenhain 1940-1943, s. S. 40
|
|
[59]
|
Weinmann, Martin (Hg.): Das
nationalsozialistische Lagersystem, s. S. XVIIf
|
|
[60]
|
Klewitz, Bernd: Die
Arbeitssklaven der Dynamit Nobel, s. S. 101
|
|
[61]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau H.,
Wolfratshausen
|
|
[62]
|
Gritzmann, Bernhard: Das
andere Geretsried, Diavortrag vom 25.11.1988, Manuskript s. S. 23
|
|
[63]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau G., Bad Heilbrunn
|
|
[64]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau J., Wolfratshausen
|
|
[65]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Frau H.,
Wolfratshausen
|
|
[66]
|
Stadtarchiv Geretsried:
polizeiliche An- und Abmeldungen
|
|
[67]
|
ebenda
|
|
[68]
|
Klewitz, Bernd: Die
Arbeitssklaven der Dynamit Nobel, s. S. 101; Hohlmann, Susanne:
Pfaffenwald, Sterbe- und Geburtenlager 1942-1945, s. S. 61f
|
|
[69]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Heimatbuch Gelting, s. S.
40; Stadtarchiv Geretsried: Berichte von Zeitzeugen: Frau H., Gelting
|
|
[70]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr und
Frau Sch., Wolfratshausen
|
|
[71]
|
Preuß, Johannes:
Rekonstruktion der ehemaligen Rüstungsbetriebe in Geretsried, s. S. 164
|
|
[72]
|
International Tracing
Service: Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories Sept. 1st, 1939 - May 8th, 1945, s. S. 191;
Mitteilungsblatt des Beirats für
Wiedergutmachung: Verzeichnis der Konzentrationslager und ihre Außenkommandos
gemäß § 42 Abs. 2 BEG, S. 3; IG GESCHICHTE GERETSRIED: Schreiben von Walter
Cieslik (Polen) vom 22.09.89
|
|
[73]
|
Stadtarchiv Geretsried:
Berichte von Zeitzeugen: Herr und
Frau Sch., Wolfratshausen
|
|
[74]
|
KZ-Gedenkstätte Dachau (Archiv): 5434: eidesstattliche Erklärung
des ehemaligen SS-Unterscharführers Albin
G. im Dachau-Prozeß
|
|
[75]
|
Schreiben von Avraham
S., Holon/Israel, an die IG GESCHICHTE GERETSRIED
|
|